Der Satz, an dem die meisten Konferenztische scheitern, steht direkt hinter der Breitenregel: „Ihre Mindesttiefe beträgt bei einseitiger Bestuhlung 800 mm und kann bei geringem Arbeitsflächenbedarf ausnahmsweise auf bis zu 600 mm reduziert werden. Bei zweiseitiger Bestuhlung sind die Maße für die Mindesttiefe zu verdoppeln."
Zweiseitige Bestuhlung ist am Konferenztisch der Normalfall. Der Zielwert lautet damit 1.600 Millimeter, der Ausnahmeboden 1.200 Millimeter. Gegen den Markt gehalten sieht das ernüchternd aus: Der Besprechungstisch mit 180 × 90 Zentimetern und Kabeldurchführung für 172,99 € von COSTWAY liegt bei 90 Zentimetern Tiefe. Das sind 45 Zentimeter Arbeitsfläche pro Reihe, gut die Hälfte des Zielwerts.
Das ist kein Mangel des Modells, sondern eine Aussage über seinen Einsatz. Bei 90 Zentimetern Tiefe funktioniert die Runde, solange niemand etwas ausbreitet: Tablet, Tasse, kurze Abstimmung. Schlagen zwei Personen gegenüber Ordner auf, kollidieren die Unterlagen in der Tischmitte und der Laptop wandert an die Kante.
Vor der Länge steht deshalb die Tiefe. Ein 240 Zentimeter langer Tisch mit 80 Zentimetern Tiefe ist für zwei Reihen die schlechtere Wahl als ein 180 Zentimeter langer mit 120 Zentimetern Tiefe, obwohl die Längenrechnung das Gegenteil nahelegt.
Tiefe Platten brauchen ein Untergestell, das sie trägt, ohne sich zu verziehen. Bei Konferenztischen aus Holz und den Modellen aus Massivholz ist das eher gegeben als bei dünnen Dekorplatten, die ihre Stabilität allein aus der Kantenverleimung ziehen.