Die Reihenfolge ist kein Pedanten-Detail. Jede Einstellung verschiebt die nächste. Stellst du zuerst die Armlehnen ein und änderst danach die Sitzhöhe, stimmt der Ellbogenwinkel nicht mehr, und du fängst von vorne an.
Deshalb arbeitest du dich von unten nach oben. Sitzhöhe zuerst. Sie legt fest, wo deine Füße stehen und in welchem Winkel die Knie liegen. Danach kommt die Sitzfläche selbst, also wie tief du sitzt und ob die Fläche leicht nach vorn kippt. Erst dann die Rückenlehne, die deine Lendenwirbelsäule stützt. Ganz am Schluss die Armlehnen, deren Höhe sich aus Sitzhöhe und Tischkante ergibt.
Ein gut ausgestatteter Stuhl macht das mit, ein einfacher Drehstuhl nur teilweise. Wenn du wissen willst, was dein Modell überhaupt kann, lohnt ein Blick auf die ergonomischen Bürostühle, denn dort findest du die Mechaniken, die hier eine Rolle spielen: verstellbare Lordosenstütze, Synchronmechanik, Sitztiefenverstellung. Die Norm, an der sich solche Stühle messen, ist die DIN EN 1335. Sie teilt Bürostühle in die Typen A, B und C ein, wobei Typ A den größten Verstellbereich bietet. Verpflichtend ist sie nicht, aber bei öffentlichen Ausschreibungen wird sie regelmäßig gefordert. Als Maßstab reicht der Gedanke: Je mehr sich verstellen lässt, desto eher passt der Stuhl zu deinem Körper und nicht umgekehrt.