Stoff führt das Sortiment mit 78 Modellen an, Kunstleder folgt mit 59. Für einen Besucherstuhl zählt weniger die Sitzdauer als die Zahl der Wechsel. Kunstleder lässt sich nach einem verschütteten Kaffee feucht abwischen, Stoff nimmt Körperwärme auf und wirkt weniger klebrig, wenn jemand länger als geplant sitzen bleibt.
Ein Besucherstuhl wird selten lange, dafür oft benutzt. Was sich dabei abnutzt, ist die Bezugsoberfläche. Reißverschlüsse an Jacken, Gürtelschnallen, nasse Regenmäntel im November.
Im Sortiment dominiert Stoff mit 78 Modellen, gefolgt von Metall als Gestellmaterial mit 69 Nennungen und Kunstleder mit 59 Modellen. Stahl (22) und Kunststoff (21) bilden das Ende. Bei der Polsterung nennen 49 Modelle eine Schaumstoffpolsterung, zwei einen Federkern, der große Rest gar keine.
Kunstleder liegt bei der Reinigung vorn. Kaffeeflecken verschwinden mit einem feuchten Tuch, während sie sich in Strukturstoff festsetzen und dort bleiben. Dafür wird Kunstleder an heißen Tagen unangenehm, weil die Oberfläche keine Feuchtigkeit aufnimmt. Stoff bleibt im ungeheizten Besprechungsraum angenehmer, weil er weniger Kälte an die Oberschenkel abgibt, verlangt aber einen Polsterreiniger statt eines Lappens.
Wer sich nicht entscheiden mag, kauft nach dem Raum. Kunstleder dorthin, wo gegessen und getrunken wird. Stoff dorthin, wo nur geredet wird. Und wenn der Stuhl in einem Wartebereich mit Publikumsverkehr steht, entscheidet ohnehin die Reinigungszeit, nicht der Sitzkomfort.