Der Tisch belegt zwei Wände, der Stuhl belegt die Mitte des Raums. Diese Fläche ist normiert. Die DGUV Information 215-410 schreibt: „An jedem Arbeitsplatz soll die Bewegungsfläche mindestens 1,50 m² betragen. Sie soll an keiner Stelle weniger als 1,00 m tief und breit sein, damit die Beschäftigten am Arbeitsplatz unterschiedliche Körperhaltungen einnehmen und dynamisch sitzen können."
Ein Meter, gemessen ab der Tischkante, und zwar vor beiden Schenkeln. Das ist der Unterschied zum geraden Schreibtisch, bei dem nur eine Kante zählt. Bei einer Winkelkombination beschreibt der Stuhl einen Bogen zwischen den beiden Arbeitszonen, und dieser Bogen darf nicht am Bett, am Regal oder an der Tür enden.
Die rechtliche Grundlage steht im Anhang der Arbeitsstättenverordnung unter Nummer 6.1: „Für die Beschäftigten ist ausreichend Raum für wechselnde Arbeitshaltungen und -bewegungen vorzusehen." Für das private Homeoffice gilt die Verordnung nicht unmittelbar, die Maße bleiben trotzdem der beste verfügbare Anhaltspunkt, weil sie aus der Körpermaßforschung stammen und nicht aus dem Möbelmarketing.
Rechne deshalb rückwärts. Ein Eckschreibtisch mit 160 und 120 cm Schenkellänge braucht zusammen mit dem Meter Bewegungsfläche eine freie Zimmerecke von etwa 260 mal 220 cm. Erst danach ist die Frage sinnvoll, welches Modell hineinpasst. Im Einstiegsbereich liefert die Auswahl unter 300 € viele kompakte Winkel, deren Schenkel jedoch häufig unter den 1600 mm aus dem ersten Abschnitt bleiben.
Wenn die Ecke zu knapp ist, ist der Eckschreibtisch die falsche Bauform. Ein gerader Tisch mit einem Hängeboard darüber löst dieselbe Aufgabe auf weniger Grundfläche.