Den Bedarf misst du in zehn Minuten aus. Stell deine Ordner auf dem Boden nebeneinander und miss die Reihe ab. Zwölf Ordner ergeben einen Meter. Bei Büchern rechnest du über die Rückenbreite: Hardcover liegen meist bei 3 cm, also gut 33 Bände pro Meter, Taschenbücher bei 1,5 cm und damit rund 66 Stück. Rechne 20 Prozent Luft dazu, sonst planst du für den Bestand von heute und nicht für den von übernächstem Jahr.
Bei der Fachhöhe wird es kniffliger, weil kaum ein Hersteller die lichte Höhe angibt. Der Ordner braucht 32 cm, du solltest also 33 cm lichte Höhe ansetzen. Bei Büchern hilft die klassische Formateinteilung. Nach den Angaben zum Buchformat liegt Oktav bei 18,5 bis 22,5 cm Höhe, Quart bei 30 bis 35 cm und Folio bei 40 bis 45 cm. Ein Fach mit 25 cm lichter Höhe schluckt also den kompletten Romanbestand, scheitert aber an jedem Kunstband.
Daraus folgt, dass verstellbare Böden feste schlagen. In unserem Sortiment bieten 62 Modelle variable Einlegeböden, viele andere sind fest verdübelt. Das Bücherregal aus massiver Kiefer mit 80 cm Breite und 220 cm Höhe für 429,99 € hat sechs Fächer und fünf Böden, davon einen Teil variabel, bei 33,5 cm Tiefe. Solche Raster lassen sich später an einen wachsenden Ordnerbestand anpassen, ohne dass du das Regal ersetzt.
Sinnvoll ist eine Zonierung von unten nach oben. Ganz unten die Ordner, weil sie am schwersten sind und der Boden dort auf dem Sockel aufliegt. Darüber die Arbeitsbücher in Greifhöhe zwischen 80 und 140 cm. Ganz oben, was du selten brauchst. Wenn der Ordnerbestand über drei Regalmeter wächst, ist ein abschließbarer Korpus aus dem Bereich Aktenschränke meist die bessere Wahl als ein viertes offenes Regal, schon wegen des Staubs. Wer mit knappem Budget plant, findet unter den Bücherregalen bis 300 Euro genug Modelle mit variablem Raster.