Die drei Bauarten unterscheiden sich darin, was sich beim Zurücklehnen bewegt. Bei der Wippmechanik kippen Sitz und Lehne als starre Einheit im festen Winkel. Beim Permanentkontakt bleibt der Sitz fest und nur die Lehne folgt. Bei der Synchronmechanik neigen sich beide, aber unterschiedlich stark.
Die DGUV sortiert Stuhlmechaniken in genau diese drei Bauarten, und die Definitionen sind kurz genug, um sie sich zu merken.
Die Wippmechanik verbindet Sitz und Rückenlehne fest. Kippen ist nur im festen Winkelverhältnis möglich, dein Hüftwinkel bleibt beim Zurücklehnen also konstant. Beim Permanentkontakt steht der Sitz still und allein die Lehne ist neigbar, sie bleibt dabei dauerhaft am Rücken. Die Synchronmechanik neigt beides, verändert dabei aber den Öffnungswinkel körperbezogen: Die Lehne legt mehr Weg zurück als der Sitz, dein Hüftwinkel öffnet sich.
Das ist mehr als Vokabular. Der geöffnete Hüftwinkel entlastet die Bandscheiben, während ein konstanter Winkel dich nach einer Weile an die Sitzkante schiebt. Genau die Bewegung, die dich alle zwanzig Minuten unruhig werden lässt, ist eine Reaktion auf eine Mechanik, die nur eine einzige Haltung sauber unterstützt. Dazu kommt ein Detail, das die DGUV ausdrücklich fordert: Für verschiedene Sitzhaltungen braucht die Rückenlehne Arretierungsmöglichkeiten.