Komfort mit Ergonomie verwechseln
Ein dick gepolsterter Lederstuhl wirkt bequem, stützt den Rücken aber oft schlechter als ein schlichter Stoffstuhl mit verstellbarer Lordosenstütze. Weiche Polster geben unter dem Sitzbein nach und kippen das Becken nach hinten. Achten Sie auf Verstellbarkeit, nicht auf Polsterdicke.
Den Drehhocker für den Achtstundentag kaufen
Arbeitshocker holen in den günstigen Klassen hohe Wertungen, weil sie stabil und einfach gebaut sind. Ohne Rückenlehne stützen sie den unteren Rücken aber nicht. Für kurze Tätigkeiten am Stehpult oder in der Werkstatt sind sie ideal, für acht Stunden Schreibtisch braucht es eine Lehne mit Lordosenkurve.
Am Kunstleder im warmen Raum sparen
Kunstleder ist günstig und sieht gut aus, staut aber Wärme. Wer im Sommer oder in einem schlecht belüfteten Zimmer arbeitet, sitzt nach einer Stunde im Feuchten. Für lange Arbeitstage ist ein Netz- oder Stoffrücken die klügere Wahl.
Kinderstühle für Erwachsene kaufen
Gerade in den mittleren Preisklassen tauchen Modelle auf, die für Kinder- und Jugendzimmer gebaut und auf geringeres Gewicht ausgelegt sind. Prüfen Sie die angegebene Tragkraft und Sitzhöhe, bevor Sie einen vermeintlich passenden Stuhl für den eigenen Arbeitsplatz bestellen.
Auf das GS-Zeichen verzichten
Besonders bei sehr billigen Importstühlen fehlt oft eine geprüfte Gasdruckfeder. Ein GS-Zeichen und eine Gasdruckfeder der Sicherheitsklasse 3 kosten wenig Aufpreis, senken aber das Risiko eines plötzlichen Absackens oder Defekts.
Die fehlende Höhenverstellung übersehen
Viele Drehstühle fürs Esszimmer in den oberen Preisklassen haben gar keine Sitzhöhenverstellung. Am Standard-Schreibtisch mit 75 Zentimetern passt die feste Sitzhöhe dann oft nicht zur Körpergröße. Vor dem Kauf lohnt der Blick in die Maße, ob der Stuhl höhenverstellbar ist.