Mit einem weichen, leicht feuchten Tuch, etwas warmem Wasser und sofortigem Nachtrocknen. Ausgeschlossen sind Scheuermittel, Möbelpolitur, Wachs, Bleichmittel, saure Reiniger und Dampfreinigungsgeräte. Das technische Datenblatt von Sonae Arauco für melaminbeschichtete Spanplatten nennt genau diese Mittel als Schadensquelle, weil sie die Oberfläche entweder angreifen oder mit einem Film zusetzen, der später Staub bindet.
Die Routine ist unspektakulär. Ein Tuch, warmes Wasser, bei Bedarf ein Tropfen Spülmittel, danach trockenreiben. Zwei Minuten pro Möbelstück. Wichtiger als das Mittel ist die zweite Hälfte: Bleibt Feuchtigkeit stehen, arbeitet sie sich in jede offene Fuge.
Der teuerste Fehler ist gut gemeint. Möbelpolituren und wachshaltige Reiniger füllen laut den Reinigungsempfehlungen des Plattenherstellers Egger die Oberflächenstruktur von Schichtstoffen und bauen mit der Zeit einen klebrigen, schmutzbindenden Film auf. Auf dem Schreibtisch sieht man das nach wenigen Wochen: Die Fläche unter der Maus wirkt speckig, der Rest matt.
Dass Glanzunterschiede ein eigenes Schadensbild sind, ist genormt. Das Kunststoff-Zentrum SKZ beschreibt für die Prüfung von Möbeloberflächen die Bewertung nach DIN EN 12720, bei der Verfärbungen, Glanzunterschiede und Strukturveränderungen in Stufen von 5 für keine Veränderung bis 1 für starke Veränderung eingeordnet werden. Prüflabore messen also genau das, was Sie auf Ihrer Tischplatte sehen.