Skandi-Boho entsteht durch Schichten, nicht durch ein einzelnes auffälliges Möbelstück. Die Reihenfolge beim Einrichten entscheidet, ob der Raum ruhig oder überladen wirkt.
Erst die Basis, dann die Textur
Beginne mit den großen, hellen Flächen, also Sofa, Wänden und Bodenfarbe. Diese ruhige Grundschicht hält den Raum offen. Erst danach kommen die Boho-Elemente dazu, also Rattanmöbel, der Juteteppich und gemusterte Kissen. Wer umgekehrt anfängt, bekommt schnell einen vollen Raum, in dem die Naturmaterialien gegeneinander arbeiten.
Licht in Schichten
Eine einzige Deckenleuchte macht den Raum flach. Besser sind zwei oder drei warme Lichtquellen auf unterschiedlicher Höhe. Die Rattan-Stehleuchte neben dem Sessel übernimmt das Leselicht, eine kleine Tischleuchte auf der Kommode setzt einen zweiten Punkt. Diese warme, gestaffelte Beleuchtung gehört zum dänischen Hygge-Prinzip und macht den Abend gemütlich. Wer die Auswahl ergänzen will, findet bei den Stehlampen im Landhaus-Stil passende Naturmaterialien.
Farben sparsam akzentuieren
Die Grundpalette bleibt hell und natürlich, also Creme, Sand und Holz. Farbe kommt nur in kleinen Dosen, etwa Terrakotta in einem Kissen oder Salbeigrün in einer Vase. Zu viele kräftige Töne kippen den Raum von ruhig zu unruhig. Ein gemusterter Läufer oder einer der Teppiche in warmen Brauntönen bündelt die Farben an einer Stelle, statt sie über den ganzen Raum zu streuen. Pflanzen liefern das einzige echte Grün und passen besser als jede gekaufte Deko.