Der Raum arbeitet mit zwei Materialgruppen. Grauer Strukturstoff auf den Polstern, Holz überall sonst. Weil beide Gruppen gedeckt bleiben, entsteht keine Konkurrenz um Aufmerksamkeit, und der Blick wandert ruhig durch den Raum. Schwarz kommt nur zweimal vor, am Tischgestell und an den Sesselfüßen, und hält die hellen Flächen zusammen.
Das Sofa steht mit dem Rücken zur längsten Wand, die Ottomane zeigt in den Raum hinein und begrenzt die Sitzgruppe nach einer Seite. Der Sessel steht schräg gegenüber, sodass beide Sitzplätze zueinander zeigen statt beide zum Fernseher. Zwischen ihnen liegt der Couchtisch mit 120 mal 80 Zentimetern, groß genug für zwei Tabletts. An der kurzen Wand steht das Sideboard, darüber hängen die drei Akazienbretter versetzt. Das niedrige Kiefernregal steht unter dem Fenster, wo es keine Sichtachse blockiert.
Diese Aufteilung hält die Raummitte frei. Ein Teppich unter Sofa und Couchtisch fasst die Sitzgruppe zusammen, sonst wirken die Möbel an die Wände gedrückt. Wer den Sessel farblich absetzen möchte, findet unter skandinavischen Sesseln auch Modelle in Salbei oder Ocker. Weitere graue Sofas zeigen, wie viel Spielraum dieser Grundton lässt. Für mehr Stauraum kommen Sideboards aus Eiche infrage, für eine größere Büchersammlung die höheren Bücherregale.
Am Abend trägt das Konzept nur mit warmem Licht. Das dänische Hygge beschreibt genau diesen Zustand, in dem ein Raum bei niedriger Beleuchtung angenehm bleibt statt kahl zu wirken.