Erst messen, dann bestellen, dann demontieren. Notiere Abgangsrichtung, Rohrmittenhöhe, Befestigungsabstand und Ausladung des alten Beckens, prüfe das neue Angebot gegen diese vier Werte und lege Manschette, Silikon und Dichtungen bereit. Das alte Becken kommt erst herunter, wenn das neue geliefert und ausgepackt kontrolliert ist.
Der häufigste Ärger beim WC-Tausch entsteht nicht beim Schrauben, sondern durch die Reihenfolge: Das alte Becken ist schon ab, während das neue noch unterwegs ist.
Nimm zuerst die vier Werte auf: Abgangsrichtung, Höhe der Rohrmitte über dem Boden, Befestigungsabstand von Lochmitte zu Lochmitte, Ausladung von der Wand bis zur Vorderkante. Schreib sie auf, fotografiere den Anschluss dazu. Dann suchst du. Findest du im Angebot keine Ausladung, frag beim Händler nach oder such das Datenblatt des Herstellers, statt zu schätzen.
Ist das Becken geliefert, packst du es aus und kontrollierst die Keramik auf Transportschäden, bevor du irgendetwas abschraubst. Haarrisse an der Anschlussöffnung sieht man erst im Licht. Danach drehst du das Eckventil zu, spülst den Kasten leer und löst den Wasseranschluss.
Beim Demontieren des alten Beckens brauchst du meist mehr Geduld als Kraft. Die Silikonfuge schneidest du mit einem Cuttermesser rundum auf. Bodenschrauben sind nach zwanzig Jahren oft fest, Kriechöl und eine Viertelstunde Wartezeit helfen mehr als eine größere Zange. Bei einem Wand-WC hältst du das Becken beim Lösen der Muttern fest, es ist schwerer als es aussieht.
Vor der Montage prüfst du die Manschette am Abgang und tauschst sie im Zweifel. Sie kostet wenige Euro und ist die häufigste Ursache für ein WC, das nach zwei Wochen anfängt zu riechen. Setze das neue Becken trocken auf, kontrolliere den Sitz gegen die Wand und ziehe erst dann fest. Silikon kommt zum Schluss, und die Fuge lässt du an der Rückseite bewusst offen, damit austretendes Wasser sichtbar wird statt unter der Keramik zu stehen.
Wenn du bei der Gelegenheit ohnehin das ganze Bad neu denkst, lohnt der Blick auf die Nachbarbaustellen. Die gesamte Kategorie WCs umfasst neben den Becken auch Spülkästen, Sitze und Zubehör, und vieles davon tauscht sich im selben Arbeitsgang mit.