WC-Sitz statt komplettes WC kaufen
Sie sehen einen Treffer für ein WC bei 26 Euro und kaufen ihn ohne genaues Lesen der Produktbeschreibung. Im Karton liegt aber nur ein WC-Sitz, kein WC-Becken. Sie haben Ihr Bad-Renovierungs-Budget falsch geplant und müssen kurzfristig nachkaufen.
Besser: Prüfen Sie den Lieferumfang explizit: Steht im Titel WC-Sitz, ist es nur der Sitz. WC-Becken fangen bei etwa 100 Euro an. Komplettsets mit Becken, Sitz und Vorwandelement starten bei 200 Euro.
Vorwandelement-Maße ignorieren
Sie kaufen ein Wand-WC mit Vorwandelement, das nicht zu Ihren Wandmaßen passt. Bei einer Altbauwand mit nicht-rechtwinkliger Ecke oder mit Versorgungsleitungen im Putz funktioniert das Standard-Element nicht. Der Handwerker muss anpassen, was 100 bis 300 Euro extra kostet.
Besser: Messen Sie die Wandnische exakt aus und prüfen Sie die Lage von Wasser- und Abflussanschlüssen. Bei Altbauten lohnt sich der Kauf in einem Fachgeschäft mit Beratung. Bei einer Neubauinstallation messen Sie die Höhe nach Bedarf, etwa 43 cm für normale Nutzer oder 48 cm für Senioren.
Flachspüler im Standardbad einbauen
Sie kaufen ohne Beratung einen Flachspüler, weil er beim Sonderangebot war. Im Alltag merken Sie die stärkere Geruchsbildung und die häufigere Reinigung. Tiefspüler sind aus Hygiene-Gründen die Standardwahl.
Besser: Wählen Sie einen Tiefspüler. Flachspüler haben nur in medizinischen Sondersituationen (etwa zur Stuhlkontrolle bei Erkrankungen) einen klaren Vorteil und sind im Standard-Haushalt nicht die bessere Wahl.
WC ohne Soft-Close kaufen
Sie sparen den Aufpreis für die Absenkautomatik und merken nach zwei Wochen die nächtlichen Knallgeräusche, wenn Mitbewohner das WC nutzen. Die Scharniere des Sitzes leiden unter der Belastung und müssen nach zwei bis drei Jahren ersetzt werden.
Besser: Achten Sie auf Soft-Close oder Absenkautomatik im Lieferumfang. Der Aufpreis liegt selten über 30 Euro und lohnt sich in jedem Haushalt mit mehreren Personen.
Spülmenge nicht prüfen
Sie kaufen ein neues WC, montieren es selbst und vergessen, die Spülmenge zu prüfen. Werkseitig ist die Spülung oft auf sechs Liter eingestellt, obwohl drei Liter ausreichen würden. Über 25 Jahre kostet das eine vierköpfige Familie rund 800 Euro zusätzliche Wassergebühren.
Besser: Stellen Sie nach der Montage die Spülmenge nach Herstellervorgabe ein. Der Spülkasten ist laut DIN auf sechs Liter werkseitig eingestellt, kann aber bei den meisten Modellen auf drei Liter umgestellt werden. Eine Drei-Liter-Spülung reicht für die meisten Spülgänge aus.