Das Material entscheidet, wie sich die Dusche jeden Morgen anfühlt und wie sie in zehn Jahren aussieht. Acryl, genauer Sanitäracryl, ist der Klassiker: leicht, angenehm warm unter dem Fuß und im Preis moderat. Der Nachteil steht dem gegenüber. Die Oberfläche ist weicher, ein heruntergefallener Duschkopf hinterlässt eher einen Kratzer als bei harten Materialien. Für die meisten Bäder ist Acryl trotzdem ein vernünftiger Startpunkt, gerade weil es sich leicht selbst einbauen lässt.
Stahl-Email spielt in einer anderen Liga der Haltbarkeit. Auf den Stahlkörper wird eine glasharte Emailleschicht gebrannt, die kratzfest, hitzebeständig und über Jahrzehnte formstabil bleibt. Der Preis dafür ist Gewicht und ein kühler Griff am Morgen, außerdem kann die Emaille bei einem harten Schlag punktuell abplatzen. Wer eine Wanne fürs halbe Leben sucht und den Aufwand beim Tragen nicht scheut, liegt hier richtig.
Mineralguss, oft auch Gussmarmor genannt, verbindet mineralische Füllstoffe mit Kunstharz zu einer porenfreien, warmen Oberfläche. Das Material wirkt wertiger als Acryl, bringt häufig eine feine, rutschhemmende Struktur mit und bleibt formstabil. Die matten Mineralguss-Wannen im Steinlook zeigen, wie eine Steinoptik ein schlichtes Bad aufwertet, ohne kalt zu wirken. Keramik schließlich ist extrem pflegeleicht und hygienisch, aber so schwer, dass sich der Einbau meist nur im Neubau lohnt.
Ein Blick auf die Marktdaten ordnet das ein. Rund drei Viertel der Wannen in unserer Kategorie bestehen aus Kunststoff oder Acryl, was den niedrigen Median von knapp 150 Euro erklärt. Kunststein und Mineralguss sind seltener und liegen preislich darüber, dafür bekommst du die wärmere Haptik und die hochwertigere Optik. Die Materialfrage ist damit weniger eine Frage des Geldes als eine Frage, wie oft du barfuß auf der Wanne stehst.