Erst trocken, dann feucht, nie scheuernd. Den Panzer ganz öffnen, damit die Nut frei liegt, sie mit einem schmalen Bürstenaufsatz aussaugen und danach ein dünn gefaltetes Baumwolltuch durch die Nut ziehen. Zum Schluss neutrale Seifenlösung, sofort trocken nachwischen. Das Mikrofasertuch bleibt in der Schublade.
Die Reihenfolge entscheidet. Wer feucht anfängt, verteilt den trockenen Staub zu einer grauen Paste, die sich in der Nut festsetzt.
Also zuerst der Staubsauger mit Fugendüse, an beiden Schienen von oben nach unten. Danach ein Baumwolltuch längs falten, bis es gerade in die Nut passt, und es mit einem Kunststoffspatel durch die Schiene schieben. Was aus der unteren Hälfte kommt, ist meist ein filzartiger Wulst. Erst dann kommt Feuchtigkeit dazu. Wasser mit einem Spritzer Neutralseife, keine bleichenden Zusätze, sofort trocken nachwischen.
Ausgerechnet das Tuch, zu dem die meisten greifen, gehört nicht an den Schrank. Die Pflegehinweise der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel raten von Mikrofasertüchern ab, weil deren feine Fasern kleinste Kratzer setzen. Auf matten Fronten zeigt sich das als glänzende Wischbahn, und zwei der vier Modelle führen solche Oberflächen.
Scheuermittel scheiden aus demselben Grund aus, auch gegen Etikettenreste. Wer die Front eines lackierten Büroschranks einmal mattgescheuert hat, bekommt den Glanz nicht zurück. Für die Lamellen selbst den Panzer halb schließen und waagerecht abwischen, auch in den Fugen.