Die Rechnung dahinter ist kurz. Kalk-Natron-Glas hat laut Wikipedia zu Floatglas eine Dichte von etwa 2,5 Gramm je Kubikzentimeter. Bei 4 Millimetern Dicke, dem mit Abstand häufigsten Maß in dieser Kategorie, sind das 10 Kilo je Quadratmeter. 166 der 424 Produkte nennen diese 4 Millimeter ausdrücklich im Text.
Acrylglas, chemisch Polymethylmethacrylat, kommt laut Wikipedia zu PMMA auf 1,18 bis 1,19 Gramm je Kubikzentimeter. Gleiche Dicke, 4,8 Kilo je Quadratmeter. Also grob die Hälfte.
Auf die realen Formate der Kategorie heruntergebrochen: 0,48 Quadratmeter bei 60 mal 80 ergeben 4,8 Kilo Echtglas gegenüber 2,3 Kilo Acryl. Die 24 Modelle im Format 70 mal 100 Zentimeter liegen bei 7,0 gegenüber 3,3 Kilo. Und die 15 Modelle im Format 80 mal 120 Zentimeter bringen 9,6 Kilo an die Wand, wenn sie aus Echtglas sind. Das ist die Klasse, in der ein einzelner Hohlraumdübel in einfach beplanktem Gipskarton nichts mehr zu suchen hat und in der man wissen will, wo der Ständer sitzt.
Ärgerlich wird es bei der Aufhängung, denn die steht in den Daten praktisch nicht drin. 423 der 424 Produkte tragen im Feld für die Aufhängung den Wert none. 131 erwähnen immerhin im Text irgendeine Form von Aufhängung, meist als vormontierte Schiene oder als beiliegende Seitenhalterung. Abstandshalter, also die Bolzen, die das Bild einen bis zwei Zentimeter von der Wand abheben und ihm den schwebenden Schattenfugen-Look geben, kommen in genau 9 Produkttexten vor.
Dann die Lastverteilung. Zwei Punkte oben halten ein Bild, vier Punkte an den Ecken halten es und entlasten gleichzeitig die Scheibe. Bei ungehärtetem Floatglas ist das kein Schönheitsthema: Punktlasten an Bohrungen und Kanten sind genau die Stellen, an denen eine ungespannte Scheibe zuerst nachgibt.
Wenn mehrere Bilder nebeneinander an dieselbe Wand sollen, summiert sich das schnell. Für Anordnung, Höhe und Fugen lohnt der Ratgeber zum Aufhängen von Bilder-Sets, der die Wandfläche und die Bohrpunkte vorab durchrechnet.