Die meisten Fehlkäufe beim Wandspiegel gehen auf wenige, immer wiederkehrende Muster zurück.
Der erste Fehler ist die falsche Befestigung. Käufer verlassen sich auf die beigelegten Dübel, ohne den Wandtyp zu prüfen. In einer Gipskartonwand reißt ein Standarddübel unter dem Gewicht eines großen Spiegels aus. Vor dem Bohren hilft ein Klopftest, ein Blick hinter die Steckdosenabdeckung oder eine kleine Probebohrung, um massiv von hohl zu unterscheiden, und der Dübel wird danach gewählt.
Der zweite Fehler betrifft das Bad. Ein günstiger Spiegel mit ungeschützten Kanten zeigt im Feuchtraum nach kurzer Zeit dunkle Ränder. Wer im Bad am Verfärbungsschutz spart, kauft oft binnen zwei Jahren neu. Hier ist eine versiegelte, kupferfreie Beschichtung die nachhaltigere Investition.
Der dritte Fehler ist die Unterschätzung des Formats. Ein Spiegel, der auf dem Bildschirm passend wirkt, hängt an der Wand entweder verloren klein oder erschlagend groß. Die Maße sollten vor dem Kauf mit Kreppband an der Wand abgesteckt werden.
Der vierte Fehler ist die falsche Pflege. Essigreiniger und säurehaltige Glasreiniger lösen mit der Zeit die Schutzschicht, und Flüssigkeit, die in die Kanten läuft, beschleunigt die Korrosion. Ein feuchtes Mikrofasertuch reicht völlig aus.
Der fünfte Fehler ist die Anlehnung ohne Kippschutz. Große Ganzkörperspiegel werden gern frei an die Wand gelehnt, rutschen aber auf glattem Boden weg oder kippen bei Erschütterung. Ein rutschfestes Pad unter der Kante und eine Sicherung gegen das Wegkippen sind bei lehnbaren Modellen kein Luxus, sondern Pflicht, besonders in Haushalten mit Kindern.