Sortiere zuerst nach Gewicht, nicht nach Inhalt. Dann prüfe, ob die Deckel deckungsgleich aufliegen, setze die schwerste Box nach unten und begrenze die Höhe auf die vierfache Boxbreite. Zum Schluss lässt du eine Lage Luft nach oben, damit du die oberste Box abheben kannst, ohne am Stapel zu ziehen.
Fang mit der Waage an. Nur 26 der 1.000 ausgewerteten Boxen nennen überhaupt ihr Eigengewicht, du kannst die Gesamtlast eines Stapels aus den Datenblättern also gar nicht ausrechnen. Eine Personenwaage löst das in zwei Minuten. Box drauf, Wert notieren, mit Bleistift auf die Stirnseite schreiben. Bücher und Werkzeug kommen schnell auf 15 bis 20 kg pro Box, Bettwäsche auf 4 bis 6 kg. Diese Spreizung ist der eigentliche Planungswert, nicht das Volumen in Litern.
Der zweite Handgriff gilt der Deckelgeometrie. Halte zwei Boxen aneinander und schau, wo die obere aufsteht. Tragfähig ist ein Stapel nur, wenn die Last über den Deckelrand in die Seitenwände der unteren Box läuft. Die ROTHO Aufbewahrungsbox Maloja mit 25 Litern hat dafür einen umlaufenden Rand, auf dem die nächste Box mit ihrem Boden sitzt. Steht die obere Box dagegen mittig auf einer glatten Deckelfläche ohne Auflagekante, biegt sich der Deckel als Erstes durch. Genau das zeigt das Bild oben.
Dann wird sortiert. Die schwerste Box bildet die Basis, und zwar in der größten Grundfläche. Innerhalb eines Stapels keine Formate mischen. Eine kleine Box auf einer großen überträgt ihr Gewicht punktuell in die Deckelmitte, statt es auf vier Wände zu verteilen.
Nach der vierten Lage wird gegengeprüft. Hand oben auflegen, seitlich mit etwa 5 kg Kraft drücken. Wandert der Stapel mit, stimmt entweder die Standfläche nicht oder die Boxen sitzen nicht ineinander. Für schwere Einlagerung ist eine Box mit geprüfter Konstruktion die sicherere Basis, etwa die Transportbox Robert mit 45 Litern von Keeeper, die laut Hersteller TÜV-geprüft und GS-zertifiziert ist und eine Tragkraft von 60 kg nennt.
Zuletzt der Zugriff. Was du viermal im Jahr brauchst, gehört nach oben oder in einen eigenen, zweilagigen Stapel. Der häufigste Auslöser für eingedrückte Deckel ist nämlich nicht die Dauerlast, sondern das Umschichten, bei dem eine volle Box kurz auf einer anderen abgestellt wird. Passende Modelle aus Kunststoff findest du über den Materialfilter, wenn du gezielt stapelbare Bauformen suchst.