Die Montage dauert eine halbe Stunde, wenn das Regal noch leer ist. Mit Ordnern drin dauert sie zwei, weil du alles zweimal anfasst. Also vorher.
Schritt eins, ausrichten. Stell das leere Regal an seinen Platz und prüfe mit der Wasserwaage, ob es senkrecht steht. Fast alle Böden im Sortiment haben verstellbare Gleiter, das Aktenregal Metz mit höhenverstellbaren Füßen etwa lässt sich zwischen 1,8 und 2,7 cm nachjustieren. Ein Regal, das sich schon leer nach vorne neigt, bringt kein Winkel der Welt zurück.
Schritt zwei, anzeichnen. Die Befestigungspunkte gehören so hoch wie möglich, mindestens auf Höhe der obersten Traverse oder des obersten Konstruktionsbodens. Je höher der Angriffspunkt, desto kleiner die Kraft, die der Dübel aufnehmen muss. Zwei Punkte sind Pflicht, links und rechts nah an den Seitenwänden, bei Regalen über 80 cm Breite kommt ein dritter in die Mitte.
Schritt drei, bohren. Probeloch, Staubfarbe lesen, Dübel wählen. In Gipskarton zuerst den Ständer suchen. Bohrtiefe immer etwas größer als die Dübellänge, damit der Dübel bündig sitzt.
Schritt vier, verschrauben. Erst den Winkel an die Wand, dann das Regal heranschieben, dann den zweiten Schenkel in den Korpus. Bei Holzwerkstoff gehören die Schrauben in die 16 mm starke Seiten- oder Deckplatte, nie in die dünne Rückwand aus HDF. Die trägt nichts. Ein VCM Standregal mit Metallrahmen für 62,90 € macht es einfacher, dort greift die Schraube in den Rahmen und die Herstellerangabe nennt die Wandbefestigung ausdrücklich als erforderlich.
Schritt fünf, beladen. Von unten nach oben, schwer nach unten. Wer die Reihenfolge umdreht, arbeitet eine halbe Stunde lang mit einem kopflastigen Regal. Wie viel dabei zusammenkommt und warum die Prüfung der Verbindung nicht mit der Montage endet, beschreibt die DGUV Information 208-043 zur Sicherheit von Regalen aus dem Juni 2020 für den gewerblichen Bereich.