
Kleiderschrank-Sale 2026: Was der durchgestrichene UVP nach dem Kölner Urteil noch aussagt
Das Oberlandesgericht Köln hat am 15. Mai 2026 entschieden, dass ein durchgestrichener UVP keine Preisermäßigung im Sinne von § 11 Absatz 1 der Preisangabenverordnung ist (Az. 6 U 92/25). Wer so wirbt, muss den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage nicht nennen. Im Kleiderschrank-Sale sagt der Streichpreis damit noch weniger über die Ersparnis.

Anna Weber
Innenarchitektin & Schlafberaterin
Auf einen Blick
- Das OLG Köln hat am 15. Mai 2026 entschieden, dass ein Rabatt auf die UVP des Herstellers nicht unter die 30-Tage-Bestpreisregel des § 11 PAngV fällt (Az. 6 U 92/25). Die Revision zum Bundesgerichtshof ist zugelassen.
- Von 25.038 kaufbaren Kleiderschrank-Varianten im möbelguru-Sortiment tragen 21.584 einen Streichpreis, 16.330 davon einen Nachlass von mindestens 40 Prozent.
- Nur 479 dieser 16.330 Schränke sind in sechs Monaten tatsächlich um mindestens 20 Prozent im Preis gefallen. 1.246 kosten heute mehr als vor einem halben Jahr.
- Aussagekräftig ist die eigene Preiskurve eines Modells, nicht die Rabattzahl daneben. Bei zwei gleich teuren Schränken entscheiden Korpusmaß, Innenausstattung und Lieferart über den Wert.





