
Sommer-Sale 2026 bei Möbeln: Woran du echte Rabatte erkennst
Wer im Sommer-Sale 2026 ein Möbelstück kauft, sieht neben dem Angebotspreis oft einen durchgestrichenen höheren Preis. Seit dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 9. Oktober 2025 (Az. I ZR 183/24) muss dieser Streichpreis der niedrigste Preis der letzten 30 Tage sein, sonst fällt der beworbene Rabatt kleiner aus, als er wirkt.

Thomas Klein
Möbelexperte & Materialwissenschaftler
Auf einen Blick
- Den gesetzlichen Sommerschlussverkauf gibt es seit der UWG-Reform 2004 nicht mehr, der Sommer-Sale ist heute reine Werbung.
- Seit dem 28. Mai 2022 muss bei jeder Rabattwerbung der niedrigste Preis der letzten 30 Tage genannt werden (Paragraf 11 Preisangabenverordnung).
- EuGH (C-330/23, 26.09.2024) und BGH (I ZR 183/24, 09.10.2025) verlangen, dass sich der Rabatt sichtbar auf diesen 30-Tage-Bestpreis bezieht.
- Zähle nicht die Prozente, sondern ordne den Endpreis in die reale Marktspanne ein: Bei 2- und 3-Sitzer-Sofas liegt der Median bei 754,85 Euro.




