Die wichtigste Zahl beim Schwebetürenschrank ist die Tiefe. Weil die Türen vor dem Korpus an einer Schiene laufen, gehen rund 8 bis 10 cm für die Laufebene verloren. Ein Schwebetürenschrank braucht deshalb 62 bis 68 cm Außentiefe, damit innen noch 55 bis 60 cm für frei hängende Kleidung bleiben. Ein 60-cm-Schwebetürenschrank hängt Mäntel enger als ein gleich tiefer Drehtürenschrank.
Das Herzstück ist die Laufschiene. Kugelgelagerte Rollen laufen leise und bleiben über Jahre justierbar, einfache Kunststoffgleiter werden mit der Last träge und müssen nachgestellt werden. Eine untere Führungsschiene hält die Tür spurtreu. Soft-Close oder eine Dämpfung verhindert, dass die schweren Fronten hart anschlagen, gerade bei 2,30 m hohen Türen ist das im Schlafzimmer ein spürbarer Unterschied.
Beim Innenleben zählt die Tragkraft der Stangen. 40 kg pro Stange halten eine volle Wintergarderobe ohne Durchhängen, viele günstige Modelle nennen nur 10 bis 20 kg. Verstellbare Böden und eine Mischung aus Hängezone und Schubladen machen den Schrank an wechselnde Bedürfnisse anpassbar. Wie sich der Innenraum mit Auszügen, Hosenhaltern und Körben sinnvoll einteilen lässt, zeigt der Ratgeber zu Ordnungssysteme und Schrankzubehör.
Bei breiten Korpussen ab 250 cm entscheidet die Rückwand über die Lebensdauer. Eine eingenutete HDF- oder MDF-Rückwand verhindert, dass sich der Schrank verzieht und die Türen schleifen, eine dünne getackerte Hartfaserplatte tut das nicht. Hohe Schränke gehören außerdem mit dem mitgelieferten Winkel an der Wand gesichert. Die Norm DIN EN 14749 regelt Standsicherheit und Kippsicherung von Aufbewahrungsmöbeln und ist der Maßstab für geprüfte Stabilität.