
Blauer Engel 2026: Was das Umweltsiegel für schadstoffarme Möbel garantiert
Der Blaue Engel hat Anfang 2026 überarbeitete Vergabekriterien für emissionsarme Holzprodukte veröffentlicht. Die Jury Umweltzeichen beschloss im Dezember 2025 strengere Regeln für Bau- und Möbelplatten sowie für Bodenbeläge, Paneele und Türen aus Holz. Der Pflichtanteil an zertifiziertem Holz steigt auf 85 Prozent, dazu kommen eine Geruchsprüfung und zusätzliche Emissionstests.

Thomas Klein
Möbelexperte & Materialwissenschaftler
Auf einen Blick
- Der Blaue Engel (RAL gGmbH im Auftrag des Umweltbundesamts) hat Anfang 2026 seine Vergabekriterien für emissionsarme Holzprodukte überarbeitet. Die Jury Umweltzeichen beschloss die Neufassung im Dezember 2025.
- Für zertifizierte Bau- und Möbelplatten (DE-UZ 76) sowie für Bodenbeläge, Paneele und Türen (DE-UZ 176) steigt der Pflichtanteil an zertifiziertem Holz auf 85 Prozent. Neu sind eine Geruchsprüfung und zusätzliche Tests auf Formaldehyd, Essig- und Ameisensäure.
- Das Möbel-Siegel DE-UZ 38 für emissionsarme Möbel und Lattenroste bleibt inhaltlich unverändert und gilt in seiner sechsten Fassung bis zum 31. Dezember 2028.
- Der Blaue Engel ist ein freiwilliges, im Labor geprüftes Siegel, kein Gesetz. Er setzt strengere Grenzen als der ab 6. August 2026 halbierte gesetzliche Formaldehyd-Höchstwert und prüft zusätzlich die Holzherkunft.




