
EU halbiert den Formaldehyd-Grenzwert für Möbel ab August 2026
Ab dem 6. August 2026 gilt EU-weit ein strengerer Formaldehyd-Grenzwert für Möbel und Holzwerkstoffe. Die Verordnung (EU) 2023/1464 senkt die zulässige Emission auf 0,062 Milligramm pro Kubikmeter Raumluft, exakt die Hälfte des bisherigen Werts. Betroffen sind vor allem Spanplatten in Schränken, Küchen und Regalen.

Thomas Klein
Möbelexperte & Materialwissenschaftler
Auf einen Blick
- Ab dem 6. August 2026 gilt für Möbel und Holzwerkstoffe EU-weit ein Formaldehyd-Grenzwert von 0,062 mg/m³, halb so viel wie der bisherige E1-Wert von 0,124 mg/m³.
- Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EU) 2023/1464, die den neuen Eintrag 77 in Anhang XVII der REACH-Verordnung einfügt.
- Formaldehyd gast in Möbeln vor allem aus den Klebeharzen von Spanplatten, MDF und OSB aus; Massivholz ist praktisch nicht betroffen.
- Der Grenzwert gilt nur für neu verkaufte Ware. Wer Ausdünstung vermeiden will, achtet auf Massivholz oder ein unabhängiges Umweltzeichen wie den Blauen Engel.




