Vier Muster verlieren gerade an Boden: das Notbett ohne Stauraum, das unverrückbare XXL-Sofa, das kalt gebeizte Espresso-Gestell und Grau als automatische Vorauswahl. Drei davon lassen sich an der Sortimentsstruktur belegen, das vierte ergibt sich aus den Berichten vom Salone del Mobile 2026.
Ein Trendartikel, der nur Zuwächse meldet, ist ein Katalog. Also die Gegenrichtung.
Das Notbett ohne Stauraum verliert zuerst. Bei 52,5 Prozent Bettkasten-Anteil ist das Ausklappsofa ohne Fach nicht mehr die Norm, sondern der Sparfall. Danach das unverrückbare XXL-Sofa: Die Berichte vom Salone del Mobile 2026 beschreiben zerlegbare Systeme statt eines großen Blocks, und im Mittelsegment füllt die L-Form mit 141 Modellen diese Lücke, weil sie sich wenigstens spiegeln lässt.
Auf dem Rückzug ist außerdem das kalt gebeizte Espresso-Finish an Füßen und Gestellen. Nicht das dunkle Holz verschwindet, sondern der kühle Grauschleier darauf. Warm nachgedunkelter Nussbaum und helle Kiefer bleiben. Und schließlich Grau als Voreinstellung: Mit 43,1 Prozent ist es weiter Marktführer, als bewusste Wahl aber kaum noch zu begründen, wenn Waldgrün und Sandbeige lieferbar sind.
Eine Warnung zum Schluss. Bouclé ist am Sofa nicht tot, sondern über seinem Höhepunkt. Am Schlafsofa ist es schlicht nie angekommen, mit null von 455 Modellen. Wer es dort sucht, sucht im falschen Segment.