Der muffige Geruch stammt nicht vom Korb, sondern von Bakterien auf der feuchten Wäsche. Vor allem Moraxella osloensis zersetzt Schweiß und Hautfette und bildet dabei 4-Methyl-3-Hexensäure, den typischen Muffelstoff. Je länger klamme Handtücher liegen, desto stärker riecht am Ende der ganze Korb.
Wäsche riecht nicht aus dem Nichts. Nach dem Tragen sitzen Schweiß und Hautfette in den Fasern, dazu feine Schmutzpartikel, und genau davon leben Bakterien. Sobald ein Handtuch feucht in den Korb wandert, fangen sie an zu arbeiten.
Der Hauptverdächtige hat einen Namen. Laut Wikipedia produziert das Bakterium Moraxella osloensis die Verbindung 4-Methyl-3-Hexensäure, und die riecht man als diesen typisch muffig-säuerlichen Wäschegeruch, den man auch von einem lange feuchten Turnbeutel oder einem alten Duschvorhang kennt. Das Bakterium sitzt ohnehin auf unserer Haut. Feuchtigkeit und Wärme sind alles, was es zur Vermehrung braucht.
Und ein geschlossener Wäschesammler liefert beides. Unten im Korb, unter zwei Lagen Handtücher, bleibt die Wärme des letzten Duschgangs stehen, die Restfeuchte kann nicht weg. Nach einem Tag riecht man noch nichts. Nach zwei bis drei Tagen schlägt der Geruch beim Öffnen des Deckels heraus. Wer viel Sport treibt oder Handtücher erst am Wochenende wäscht, kennt das Muster genau. Der Geruch ist dabei ein Warnsignal, kein kosmetisches Problem: Wo Bakterien sich so wohlfühlen, sind Schimmelsporen nicht weit.