Wenig Wasser, kein Schrubben, schnell trocknen. Ein feuchtes Tuch mit mildem Reiniger reicht für die Fronten, danach trocken nachwischen. Scheuermilch und tropfnasse Lappen ruinieren Beschichtung und Kanten. Die Scharniere gelegentlich prüfen und fetten, offene Schnittkanten nachversiegeln, bevor sie Wasser ziehen.
Bei der Reinigung gilt im Bad die umgekehrte Logik zum Rest der Wohnung: Weniger Wasser ist besser. Ein nebelfeuchtes Mikrofasertuch mit einem Tropfen Spülmittel holt Zahnpastaspritzer und Kalkschleier von der Front, ohne dass Wasser an die Kanten läuft. Danach mit einem trockenen Tuch nachziehen. Scheuermilch und harte Schwämme haben hier nichts verloren, sie mattieren die Hochglanzfläche und öffnen mikrofeine Kratzer, durch die später Feuchte eindringt.
Die empfindlichste Stelle bleibt die Kante. Läuft an einer Schnittkante die Folie hoch oder ist ein Bohrloch nach dem Aufhängen frei geblieben, dann versiegle die Stelle, bevor sie zum ersten Mal richtig nass wird. Ein Streifen Kantenumleimer, etwas Klarlack oder ein Hauch Sanitärsilikon reichen. Das ist die halbe Stunde, die einen Schrank über Jahre rettet.
Und dann sind da die Scharniere. Im Bad arbeitet die feuchte Luft an jedem Metallteil, Topfscharniere setzen mit der Zeit Flugrost an und quietschen. Ein Blick alle paar Monate, ein Tropfen harzfreies Öl auf die Gelenke, und die Türen laufen weiter sauber. Bei einem osoltus Wandschrank aus Glas und Stahl ist die Front pflegeleicht, aber genau die Scharniere und der Rahmen wollen diese Aufmerksamkeit.