Ob du bohrst oder klebst, hängt an vier Dingen: dem Untergrund, dem Gewicht des Halters, deinem Mietverhältnis und der Frage, ob die Montage später spurlos verschwinden soll. Ein leichter Halter auf glatter Fliese verzeiht Klebstoff. Poröser Putz, eine Rigipswand oder eine schwere Standgarnitur verlangen nach Dübel und Schraube.
Bevor du zur Bohrmaschine greifst, lohnt ein Blick auf vier Fragen. Sie entscheiden fast alles.
Erstens der Untergrund. Eine glatte, glasierte Fliese trägt Klebstoff genauso gut wie einen Dübel. Rauer Naturstein, strukturiertes Steinzeug oder eine frisch gestrichene Rigipswand dagegen sind für Klebepads schwierig, weil der Kleber keine geschlossene Fläche findet. Zweitens das Gewicht. Ein schlichter Rollenhalter wiegt oft weniger als 300 Gramm; eine Standgarnitur aus Metall mit Bürstenhalter bringt schnell zwei Kilo auf die Waage, und das will gehalten werden.
Drittens: Wohnst du zur Miete? Dann zählt jedes Loch. Laut Wikipedia besteht bei Kunststoffdübeln unter Dauerzug die Gefahr des "Fließens", also einer langsamen plastischen Verformung, weshalb ein Standard-Kunststoffdübel der Größe S 6 im Beton nur rund 0,6 Kilonewton hält, umgerechnet etwa 60 Kilogramm (Dübel, Wikipedia). Für einen Toilettenpapierhalter ist das mehr als genug. Die Frage ist also selten, ob ein Dübel hält, sondern ob du das Loch willst. Viertens die Umkehrbarkeit: Kleben, Klemmen und freistehende Lösungen lassen sich rückstandsarm entfernen, ein Bohrloch bleibt.
Unter den 317 Toilettenpapierhaltern im Sortiment findet sich für jede dieser vier Antworten das passende System. Du musst nur wissen, welche Antwort für dein Bad zählt.