Das Material verrät oft schon, in welche Liga ein Griff gehört. Im Sortiment zeichnet sich ein klares Bild ab, das die Entscheidung erleichtert.
Edelstahl ist im feuchten Bad das Maß der Dinge. Er rostet nicht, trägt hohe Lasten und lässt sich mit einem feuchten Tuch sauber halten. Kein Zufall also, dass von 388 verfügbaren Haltegriffen 200 aus Edelstahl bestehen. Ob gebürstet, poliert oder schwarz beschichtet, die Oberfläche ist Geschmackssache, die Substanz dahinter bleibt dieselbe. Edelstahlgriffe sind meist geschraubt und tragen die volle Last, weshalb sie für Dusche, Wanne und WC die sicherste Wahl sind.
Eisen, in der Regel pulverbeschichtet und weiß lackiert, ist die zweithäufigste Gruppe mit 110 Modellen. Solche Griffe sind oft günstiger als Edelstahl und an trockeneren Stellen, etwa neben dem WC, eine vernünftige Wahl. Wichtig ist eine intakte Beschichtung, denn wo sie abplatzt, kann blankes Eisen mit der Zeit Flugrost ansetzen. Eine kompakte geschraubte Lösung wie der Ridder Haltegriff Pro in Chrom zeigt, dass auch kleine, preiswerte Griffe solide verschraubt sein können.
Kunststoff und PVC bilden mit zusammen 38 Modellen die kleinste Gruppe, und das ist kein Zufall. Diese Materialien stecken meist in den Saugnapf-Griffen, deren Belastbarkeit ohnehin begrenzt ist. Als reine Balancehilfe auf glatter Fliese sind sie brauchbar, als tragende Stütze nicht. Wer farblich Akzente setzen will, etwa mit schwarzen Haltegriffen oder dem Look von Stahl-Modellen, findet das quer durch die Materialien, sollte die Optik aber nie über die ausgewiesene Tragfähigkeit stellen.
Die Preisspanne im Sortiment macht den Punkt sichtbar: Sie reicht von 1,10 Euro für simple Plastikgriffe bis 396,95 Euro für massive Edelstahl-Stützsysteme, der Median liegt bei 92,95 Euro. Der Preis verrät hier mehr über die Befestigung und die Tragfähigkeit als über das Design.