Die Reihenfolge beim Einrichten entscheidet darüber, wie viel Platz am Ende übrig bleibt.
Erst die Wand, dann der Boden
Spiegelschrank und Wandboards kommen zuerst an die Wand, weil ihre Position von der Steckdose und vom Becken abhängt. Der Spiegelschrank hängt so, dass die Unterkante etwa 20 cm über dem Waschbecken sitzt. Hochschrank und Standregal stellst du erst danach, weil sich deren Platz aus dem Rest ergibt. Die Handtuchleiter lehnt zum Schluss an einer freien Wand, sie braucht keine Befestigung.
Feuchtigkeit ernst nehmen
Nach dem Duschen steigt die Luftfeuchte in einem kleinen Bad schnell über 80 %. Massives Holz quillt dabei, beschichtete Spanplatte löst sich an offenen Kanten. Zwei Dinge helfen. Lüfte nach dem Duschen quer statt gekippt, und wische stehendes Wasser von Holzflächen ab, bevor es einzieht. Handtuchhalter aus Bambus und Wäschekörbe aus Bambus vertragen dieses Klima besser als lackierte Hölzer, weil Bambus dichter gewachsen ist und langsamer Wasser aufnimmt.
Was bewusst leer bleibt
Ein skandinavisches Bad wirkt vor allem durch freie Flächen. Die Ablage am Waschbecken bleibt leer, Shampoo und Cremes wandern hinter die Spiegelschranktüren. Auf den Wandboards steht wenig, schon wegen der Grenze von 3 kg pro Brett. Das klingt streng, spart aber das tägliche Aufräumen. Wer später nachrüsten will, nimmt Textilien statt Möbel, also ein Handtuchset in Cremeweiß oder einen flachen Läufer aus Baumwolle. Beides lässt sich waschen und kostet wenig, falls die Farbe doch nicht passt. Ein zusätzlicher Schrank dagegen frisst genau die Fläche, die den Raum groß wirken lässt.