Glasstärke unterschätzen
Der häufigste Fehler ist der Griff zur dünnsten Scheibe. Eine 4-mm-Wand wirkt im Katalog günstig, federt im Alltag aber nach und vermittelt kein sicheres Gefühl. Für eine freistehende Wand sind 6 mm das Minimum, 8 bis 10 mm stehen spürbar fester. Der Aufpreis für dickeres Glas ist gut investiert.
Den Spritzwasserschutz ignorieren
Eine offene Walk-in-Wand sieht edel aus, lässt aber Wasser nach vorn laufen, wenn der Duschbereich zu kurz ist oder kein bodengleicher Ablauf vorhanden ist. Wer das übersieht, wischt nach jedem Duschen den Boden. Plane genug Tiefe ein oder wähle eine geschlossenere Bauform wie eine Eckdusche.
Maße und Verstellbereich nicht prüfen
Wände lassen sich nur innerhalb eines Justierbereichs an die Nische anpassen, oft sind das nur 15 bis 25 mm. Wer die Wand zu knapp ausmisst oder eine feste Breite ohne Spielraum kauft, steht vor Montageproblemen. Miss die Nische an mehreren Stellen, denn Altbauwände sind selten exakt im Lot.
Schwarze Profile bei hartem Wasser wählen
Schwarze Rahmen liegen im Trend, zeigen weiße Kalkflecken aber sofort. In Regionen mit hartem Wasser bedeutet das spürbar mehr Pflege. Wer wenig wischen will, greift zu eloxiertem Silber oder Chrom und spart sich tägliche Arbeit.
Armatur und Duschkopf vergessen
Viele Käufer übersehen, dass eine Duschabtrennung nur die Wand ist. Duschkopf, Handbrause und Armatur kosten extra und müssen zum Wasserdruck passen. Rechne diese Posten von Anfang an ins Budget ein.
Die Abdichtung unterschätzen
Eine bodengleiche oder barrierefreie Dusche steht und fällt mit der fachgerechten Abdichtung des Bodens nach DIN 18534. Wird hier gespart, dringt Feuchtigkeit in den Estrich und verursacht teure Folgeschäden. Plane die Abdichtung fest mit ein und lass sie im Zweifel vom Fachbetrieb ausführen.
Beim Anti-Rutsch-Schutz an der falschen Stelle sparen
Wer eine bodengleiche Dusche ohne Rutschschutz baut, riskiert Stürze auf nassem Grund. Eine rutschhemmende Einlage oder Fliesen mit geprüfter Rutschklasse nach DIN 51097 kosten wenig und senken das Risiko deutlich. Gerade in Haushalten mit älteren Menschen ist das kein Detail, sondern Sicherheit.