Eine Drehtür schwenkt mit rund 90 Grad nach außen und braucht davor etwa 55 bis 60 Zentimeter freie Fläche. Schiebe- und Falttüren brauchen diesen Schwenkbereich nicht, sie laufen parallel zum Glas oder falten nach innen. Im kleinen Bad entscheidet dieser eine Wert oft schon, welcher Türtyp überhaupt in die Ecke passt.
Der wichtigste Wert bei einer Dusche steht in keinem Datenblatt fett gedruckt: der Radius, den die Tür beim Öffnen frei braucht. Eine klassische Drehtür, oft auch Anschlagtür genannt, klappt nach außen ins Bad. Ihr Viertelkreis misst bei einer 70er Tür schon gut einen halben Meter. Steht dort das Waschbecken, die Heizung oder die gegenüberliegende Wand zu nah, schlägt die Tür an, jeden einzelnen Tag.
Schiebetüren lösen das Problem, indem sie gar nicht schwenken. Zwei Glasflächen gleiten auf einer Schiene aneinander vorbei, der Einstieg ist dann etwa halb so breit wie die Kabine. Die kompakte Eckdusche New Summer von WELLTIME mit ihren 80 mal 80 Zentimetern zeigt das gut: zwei leichtgängige Schiebetüren, kein Zentimeter Platz nach außen nötig. Der Preis dafür ist die Schiene, in der sich Kalk und Haare sammeln und die etwas mehr Pflege verlangt.
Falttüren gehen einen dritten Weg. Sie knicken in der Mitte ein und falten nach innen an die Glaswand, wie ein Paravent. So bleibt der Einstieg breit, fast so weit offen wie bei einer Drehtür, ohne dass vor der Kabine etwas frei sein muss. Der einfache Test vor jeder Bestellung: Kleb den freien Halbkreis vor der geplanten Tür mit Kreppband auf den Boden. Passt er zwischen Waschbecken und Wand, darf es eine Drehtür sein. Passt er nicht, wird es eine Schiebe- oder Falttür.