Der Nettoumsatz von Natuzzi sank im ersten Quartal 2026 auf 59,5 Millionen Euro nach 78,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Alle drei Marken der Gruppe verloren zweistellig, alle Absatzregionen ebenfalls. Der Konzern verweist auf geopolitische Unsicherheit, schwaches Verbrauchervertrauen und einen schwachen Immobilienmarkt als Ursachen.
Die Zahlen im Detail: Natuzzi Italia kam auf 20,4 Millionen Euro (minus 26,4 Prozent), Natuzzi Editions auf 26,1 Millionen Euro (minus 25,0 Prozent), Divani&Divani auf 8,2 Millionen Euro (minus 13,7 Prozent). Nordamerika fiel auf 16,9 Millionen Euro, West- und Südeuropa auf 19,9 Millionen Euro. Die Bruttomarge rutschte von 34,1 auf 32,9 Prozent. Der Nettoverlust stieg auf 4,7 Millionen Euro, die liquiden Mittel sanken binnen drei Monaten von 20,3 auf 13,8 Millionen Euro.
Vorstandsvorsitzender Pasquale Natuzzi begründet den Umbau damit, dass die derzeitige Geschäftsinfrastruktur der Gruppe "unter den vorherrschenden Nachfragebedingungen nicht mehr tragfähig" sei. Der Befund passt zur Lage in Deutschland. Der Verband der Deutschen Möbelindustrie meldete für das erste Quartal 2026 einen Branchenumsatz von rund 3,8 Milliarden Euro, drei Prozent unter Vorjahr und im Inland sogar 4,7 Prozent darunter. Wer die Insolvenzwelle bei deutschen Traditionsherstellern verfolgt hat, kennt das Muster bereits von deutschen Polstermöbel- und Systemmöbelherstellern.