
Möbelindustrie in der Krise: Die Insolvenzwelle 2026 im Überblick
Die deutsche Möbelindustrie steckt im dritten Krisenjahr in Folge: Der Verband der Deutschen Möbelindustrie meldete für 2025 einen Umsatzrückgang von 3,4 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Mit dem Schutzschirmverfahren des Polstermöbelherstellers Himolla Ende Juni 2026 reiht sich der nächste Traditionsbetrieb in eine Insolvenzwelle ein, die auch Interlübke und König und Neurath erfasst hat.

Thomas Klein
Möbelexperte & Materialwissenschaftler
Auf einen Blick
- Die deutsche Möbelindustrie verlor 2025 laut VDM 3,4 Prozent Umsatz und sank auf 15,8 Milliarden Euro, das dritte Minusjahr in Folge.
- 2025 und 2026 gerieten mit Hülsta, König + Neurath, Interlübke und Himolla vier bekannte Hersteller in Insolvenz oder Sanierung.
- Polstermöbel brachen im ersten Quartal 2026 um 9 Prozent ein, während Küchen als einziges Segment um 3,6 Prozent wuchsen.
- Ein Schutzschirmverfahren bedeutet Weiterbetrieb: Möbel werden weiter produziert und ausgeliefert.
- Für Käufer zählt vor allem die Gewährleistung des Händlers, riskant bleiben Anzahlungen und freiwillige Herstellergarantien.




