Menke Küchen ist insolvent: Warum die Küchenbranche wächst und trotzdem Hersteller verliert
Die H.D. Menke Möbelfabrik aus Rödinghausen hat am 27. Juli 2026 beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt. Rund 60 Beschäftigte sind betroffen, die Produktion an der Industriestraße läuft zunächst weiter. Menke baut zerlegte Küchen für den Möbeldiscount, also genau jene Küchen, auf denen für Käufer nie ein Herstellername steht.

Markus Hoffmann
Möbelschreiner & Wohnberater
Auf einen Blick
- Die H.D. Menke Möbelfabrik aus Rödinghausen hat am 27. Juli 2026 beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt. Rund 60 Beschäftigte sind betroffen.
- Menke fertigt Zerlegtküchen für den Möbeldiscount. Auf der Rechnung steht deshalb fast immer der Händler, nicht der Hersteller.
- Gewährleistungsansprüche richten sich ohnehin gegen den Händler, bei dem du gekauft hast. Solange der Händler existiert, ändert die Herstellerinsolvenz daran nichts.
- Die deutsche Küchenmöbelindustrie wuchs im ersten Halbjahr 2026 um 3,58 Prozent, zählte aber nur noch durchschnittlich 43 aktive Unternehmen und damit 4,44 Prozent weniger als im Vorjahr.
- Wer noch eine Küche anzahlt, sollte die Anzahlung klein halten. Die Verbraucherzentrale rät zu höchstens 10 Prozent.




