
Nächste Preisrunde: Zwei von drei Herstellern planen höhere Möbelpreise
Die Unternehmensberatung Simon-Kucher hat am 1. September 2026 ihre Business-Health-Studie veröffentlicht. 67 Prozent der befragten Hersteller langlebiger Konsumgüter, darunter Möbel und Küchen, planen weitere Preiserhöhungen. 75 Prozent haben binnen zwölf Monaten bereits erhöht, jeder vierte plant einen Aufschlag von über fünf Prozent. Grundlage sind 106 Entscheider, befragt im August 2026.

Thomas Klein
Möbelexperte & Materialwissenschaftler
Auf einen Blick
- Zwei von drei befragten Herstellern langlebiger Konsumgüter planen laut Simon-Kucher eine weitere Preisrunde, jeder vierte davon mit mehr als fünf Prozent.
- Amtlich sind Einrichtungsgegenstände bisher kaum teurer geworden: Der Verbraucherpreisindex für Möbel, Leuchten, Geräte und anderes Haushaltszubehör lag im August 2026 nur 0,2 Prozent über dem Vorjahresmonat, bei 2,9 Prozent Gesamtteuerung.
- 35 Prozent der Hersteller bekommen ihre Preise am Markt nicht durch. Ein Teil der geplanten Aufschläge erreicht den Verbraucher deshalb nie.
- Hinter der Preisrunde steht Kostendruck: Der Verband der Deutschen Möbelindustrie meldet für das erste Halbjahr 2026 ein Inlandsminus von 4,1 Prozent, 40 Prozent der Betriebe planen Kurzarbeit.
Warum es wichtig ist
Möbel kosten schnell vierstellig, und beim Preis zählt der Zeitpunkt. Zwischen der Preisrunde im Werk und dem neuen Etikett im Verkaufsraum liegen Monate. Wer im Herbst 2026 eine Küche oder ein neues Sofa plant, kauft also entweder noch vor der Anpassung oder schon danach. Welche Seite das ist, hängt weniger vom Kalender ab als vom Segment.




