
Küchen im Sale: Was das Rabatt-Etikett wirklich über den Preis sagt
Das Statistische Bundesamt hat am 12. August 2026 die endgültigen Verbraucherpreise für Juli 2026 veröffentlicht. Möbel, Leuchten und anderes Haushaltszubehör kosteten 0,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, während die Gesamtinflation bei 2,8 Prozent lag. Auf zwei von drei Küchenzeilen im möbelguru-Sortiment klebt trotzdem ein Rabatt-Etikett.

Markus Hoffmann
Möbelschreiner & Wohnberater
Auf einen Blick
- Der Verbraucherpreisindex für Möbel, Leuchten, Geräte und anderes Haushaltszubehör lag im Juli 2026 bei 118,1 Punkten und damit 0,2 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Die Gesamtinflation betrug 2,8 Prozent.
- Seit 2023 bewegt sich der Möbel-Index kaum noch: von 117,6 auf 118,1 Punkte in drei Jahren. Der große Preissprung fiel in die Jahre 2022 und 2023.
- 983 der 1.510 Küchenzeilen im möbelguru-Sortiment tragen ein Rabatt-Etikett, im Median 27,9 Prozent.
- Bei 150 der 205 Küchenzeilen mit mindestens 40 Prozent Nachlass ist der tatsächlich verlangte Preis in zwölf Monaten nicht gefallen.
- Haushaltsgeräte wurden laut Destatis um 2,0 Prozent billiger. Rund um die Küche ist das die einzige Position mit einem echten Minus.
Warum es wichtig ist
Eine Küche ist für viele Haushalte die zweitteuerste Anschaffung nach dem Auto. Wer dabei auf die Prozentzahl schaut statt auf den Preisverlauf, zahlt bei einer Zeile schnell vierstellig zu viel. Seit dem 12. August gibt es dafür einen amtlichen Vergleichsmaßstab.



