Jahrelang stand das Sofa auf dem, was niemand sehen sollte: ein flacher Kunststoffsockel oder dünne Chrombeine, kaschiert von der Polsterkante. Das kippt gerade. Sichtbare Holzfüße sind zurück, und zwar in warmem Ton.
Laut dem 1stDibs-Designer-Survey 2026, einer Befragung von 468 Innenarchitekten, führt Schokoladenbraun mit 33 Prozent das Farbfeld an, gefolgt von tiefen Grün- und Rottönen. Dieser warme Holz- und Braunkurs zeigt sich auch am Fußgestell. Wichtig ist die Nuance: Gefragt ist das warme dunkle Holz, also Eiche oder Nussbaum mit sichtbarer Maserung. Das kühl gebeizte Espresso-Finish der 2010er Jahre geht dagegen.
Für deine Einrichtung heißt das zweierlei. Erstens hebt ein Sofa auf schlanken Holzbeinen optisch ab, der Boden bleibt sichtbar, und kleine Wohnzimmer wirken luftiger. Zweitens altert geöltes Massivholz würdevoll, während ein Kunststoffsockel bei der ersten Schramme billig aussieht. Das Zukunftsinstitut ordnet diese Rückkehr zu lokalem Naturmaterial dem Neo-Biedermeier zu: klare Linien, ehrliche Materialien, ein Zuhause als Rückzugsort.
Ein konkretes Beispiel aus dem lagernden Sortiment ist das Kristian von S-Style Möbel, ein Zweisitzer mit Chenille-Bezug auf braunen Holzfüßen für 429,99 €. Wer den Look breiter sucht, wird bei den Japandi-Sofas fündig, wo Holz und reduzierte Form ohnehin zusammengehören.