Ein Vintage Wohnzimmer entsteht nicht durch ein einzelnes Möbel, sondern durch die Art, wie gealterte Oberflächen nebeneinander stehen. Drei Punkte helfen beim Einrichten.
Materialien mischen, nicht doppeln
Leder, Velours, Massivholz und Metall gehören zusammen, solange keine Oberfläche dominiert. Das Chesterfield gibt das Leder vor, der Sessel den Stoff, der Tisch das Holz. Wer eine vierte Textur ergänzt, etwa einen groben Wollteppich unter der Sitzgruppe, verstärkt den Effekt. Zwei gleiche Holztöne direkt nebeneinander wirken dagegen schnell wie ein Möbelset von der Stange. Passende Couchtische aus Altholz bringen zusätzliche Maserung ins Spiel.
Licht warm und tief halten
Vintage lebt im Halbschatten. Eine einzelne Stehlampe mit gedämpftem Schirm setzt Akzente besser als eine helle Deckenleuchte, die alles gleich ausleuchtet. Das Rauchglas der Lampe im Setup dämpft das Licht von selbst. Wer mehr Quellen will, stellt eine zweite kleine Leuchte auf das Regal statt an die Decke. Weitere Stehlampen im Retro-Look passen zum Konzept.
Wände zurücknehmen
Die Möbel tragen den Raum, also bleibt die Wand ruhig. Ein gedeckter Cremeton oder ein warmes Grau lässt Cognac und Eiche vortreten. Statt vieler kleiner Bilder reicht ein größerer Rahmen oder ein Spiegel mit Messingkante, der das Gold der kleinen Stücke aufnimmt. Eine einzelne größere Pflanze in einem Terrakotta-Topf neben dem Regal bringt etwas Grün an die ruhige Wand, ohne die gedämpfte Stimmung zu stören.