Im möbelguru-Bad-Sortiment ist Holzwerkstoff mit 8.025 Modellen das meistgeführte Material, die warme Richtung ist also lieferbar. Trotzdem dominiert farblich weiterhin Weiß mit 7.714 Modellen, Braun folgt erst auf Rang fünf. Der Mailänder Warmton ist verfügbar, aber noch nicht der Standard.
Eine Messe zeigt, was Designer wollen. Ob das Sortiment schon folgt, ist eine andere Frage, und die lässt sich an unseren eigenen Daten ablesen. Wichtig vorab: Diese Zahlen belegen, wie das Angebot strukturiert ist und wie sich Preise bewegen, nicht wie sich die Nachfrage entwickelt.
Das Bild ist gespalten. Auf der Materialseite ist die warme Richtung längst da. Holzwerkstoff führt mit 8.025 Modellen klar vor Metall (6.079) und Kunststoff (5.847), die holzbetonte Anmutung aus Mailand ist also breit verfügbar. Bei der Farbe dagegen hält sich das alte Bad hartnäckig. Weiß dominiert mit 7.714 Modellen vor Schwarz (4.672), Silber (3.652) und Grau (3.389); Braun taucht mit 3.129 Modellen erst an fünfter Stelle auf. Anders gesagt: Der warme Holzton ist lieferbar, das kühle weiße Bad bleibt vorerst die Voreinstellung.
Genau in dieser Lücke liegt die Chance. Wer den Mailänder Look will, muss heute gezielt filtern, etwa nach Badmöbeln in warmem Beige oder, für den mutigen Salone-Akzent, nach Badmöbeln in Orange. Ein warmer Hochschrank wie der Badschrank FYNN in Eiche Sonoma von Vicco für 103,90 € liefert dazu den Stauraum, ohne ins kalte Weiß zu fallen. Und für die Naturmaterial-Note sorgt schon ein Wäschekorb aus Bambus von SONGMICS für 28,99 €. Beim Preis gibt unser Radar Entwarnung: Von rund 1.000 ausgewerteten Bad-Modellen zeigen 33,9 Prozent einen fallenden und nur 23,7 Prozent einen steigenden Zwölf-Monats-Preistrend, der Median der Bewegung liegt bei 0 Prozent. Das warme Update kostet also keinen Aufpreis für den Trend.