Am stärksten verliert kühles Grau, weil alle drei Quellen die warme Seite besetzen. Dazu kommt kalt gebeiztes Braun, das gegen warmen Nussbaum steht, und Hochglanz-Weiß als Standardlösung. Grau bleibt im Sortiment mit 4.690 von 14.010 Modellen trotzdem die zweitgrößte Gruppe.
Der ehrlichste Teil eines Farbtrends ist die Verlustliste. Drei Dinge stehen 2026 schlechter da als vor fünf Jahren.
Kühles Grau zuerst. AMK, Blum und die NKBA besetzen alle drei die warme Seite, mit gedeckten Erdtönen, Ocker und Neutraltönen. Ein blaustichiges Betongrau hat dort keinen Platz. Im Bestand ist Grau mit 4.690 Modellen weiter zweitgrößte Gruppe, das Regal hinkt der Ansage also nach, und genau das macht Grau gerade zum Standardfall statt zur Entscheidung.
Zweitens das kalt gebeizte Braun. Dem Blum-Report von der EuroCucina zufolge sind warmes Schokoladenbraun, Ocker und Terrakotta die Richtung. Zwischen diesen Tönen und einem grau gebeizten Espresso-Furnier liegt der eigentliche Bruch: Braun geht nicht, die kalte Variante davon schon. Beim Kauf erkennt man das am Unterton im Tageslicht, nicht am Namen im Katalog.
Drittens Hochglanz-Weiß als Voreinstellung. Es bleibt lieferbar und laut nobilia im Trend, aber es ist nicht mehr die Lösung, die keine Begründung braucht. Wer heute glänzend plant, tut es besser in dunkler Farbe als in Weiß. Was davon lieferbar ist, zeigt der Vergleich von Küchen in Weiß mit Küchen in Braun.