Auf der Abschussliste steht vor allem kühles Grau. Wallpaper* und mehrere Innenarchitektinnen beschreiben 2026 eine Abkehr von den klinisch weiß-grauen Schemata der 2010er hin zu warmen, geschichteten Neutraltönen. Auch kalt gebeiztes Espressoholz gilt als überholt, während warmer, dunkler Nussbaum bleibt.
Ein ausgewogenes Trendbild benennt auch die Verlierer. Nach Darstellung von Wallpaper* und mehreren Interior-Redaktionen kippt 2026 das kühle, klinische Grau-Weiß-Schema, das ein Jahrzehnt lang als sicher galt. An seine Stelle treten wärmere, geschichtete Neutraltöne. Das heißt nicht, dass Grau über Nacht verschwindet, aber als Leitfarbe hat es ausgedient, und rein graue Räume wirken zunehmend kühl statt zeitlos. Eine Nuance ist dabei wichtig: Nicht jedes dunkle Holz ist gefragt. Warmer, dunkler Nussbaum liegt im Trend, während kalt gebeiztes Espressoholz mit bläulichem Unterton als überholt gilt. Ähnlich beim Textil: Der zuletzt allgegenwärtige Bouclé hat seinen Höhepunkt überschritten, Samt übernimmt als wärmerer Nachfolger. Wer sein Wohnzimmer in Braun neu denkt, ersetzt also weniger die Möbel als die Temperatur des Raums: warmes Leder statt kühlem Grau, geölter Nussbaum statt kalt lackierter Fronten, Samt statt strapaziertem Bouclé. Meist genügt ein Ankerstück, um die ganze Stimmung zu drehen.