Die rechteckige Tafel mit vier Beinen in den Ecken gilt 2026 als konventionell. Auf der Salone del Mobile setzten Designer runde und ovale Platten über eine Mittelsäule. Der Rundtisch fördert das Gespräch, blockiert keine Ecken und passt in kleinere Esszimmer, wie sie in Neubauten zunehmen.
Über Jahrzehnte war der Esstisch ein Rechteck. Vier Beine in den Ecken, eine gerade Platte, sechs Stühle drumherum. Diese Grundform löst sich gerade. Auf der Salone del Mobile 2026, die vom 21. bis 26. April in Mailand lief, dominierten runde und ovale Platten über einer einzigen Mittelsäule.
Für das eigene Esszimmer bedeutet das mehr als eine Stilfrage. Ein Rundtisch hat keine Ecke, an der sich jemand vorbeischieben muss, und alle am Tisch sehen sich. In kleineren Grundrissen, wie sie im Neubau Standard werden, gewinnt die runde Form spürbar Bewegungsfläche. Wer viel Platz hat, stellt einen großen Rundtisch als Mittelpunkt in den Raum. Wer wenig hat, nimmt das kompakte Modell für vier Personen.
Die Auswahl im skandinavischen Stil trägt diese Richtung längst, weil helle Hölzer und weiche Kanten dort seit Jahren zum Programm gehören. Runde Massivholztische in Eiche gibt es inzwischen quer durch alle Preislagen, vom günstigen Einstieg bis zum Solitär.