Ein Gästezimmer steht oft die meiste Zeit leer. Damit es trotzdem einladend wirkt, kommt es auf wenige Handgriffe an. Die Dänen nennen das Gefühl von Behaglichkeit, das so entsteht, Hygge.
Licht und Textilien
Skandinavisch heißt warmes, weiches Licht. Eine Stehleuchte neben dem Sessel reicht zum Lesen, eine kleine Tischlampe auf der Nachtkonsole sorgt für gedämpftes Licht am Abend. Mehrere kleine Lichtquellen wirken wohnlicher als eine helle Deckenlampe allein. Bei den Textilien bleibt man im Farbrahmen des Raums. Eine grob gewebte Wolldecke über dem Bett und ein, zwei Kissen in Sand oder Creme genügen. Ein flacher Teppich aus Wolle oder Jute erdet die Sitzecke und nimmt den Trittschall.
Stauraum clever nutzen
Gäste brauchen Platz für ihre Sachen. Lass mindestens ein Schrankfach und ein paar Kleiderbügel frei, damit der Besuch auspacken kann. Ein Korb auf dem Regal nimmt Ersatzdecke und Kissen auf, ein kleines Tablett auf dem Sideboard sammelt Schlüssel oder Ladegerät. Wer den Schrank im Alltag mitnutzt, sollte die Gästesachen klar abtrennen. Passende Kleiderschränke in Weiß halten die Front hell und ruhig.
Der Raum als Doppelnutzer
Das Zimmer muss nicht ungenutzt bleiben. Der Sessel macht aus der Ecke am Fenster einen Leseplatz, das Sideboard kann Bürokram oder Hobbymaterial aufnehmen. Ein Laptop auf dem Sideboard verwandelt die Ecke bei Bedarf kurz in einen Arbeitsplatz. Wer hier ein gemütliches Sitzmöbel sucht, wird bei den Sesseln im skandinavischen Stil fündig. So bleibt der Raum im Alltag nützlich und ist in zehn Minuten wieder Gästezimmer.