Wer zur Tür hereinkommt, betritt die Diele, wie der Flur regional auch heißt, und sieht zuerst die helle Wand mit der cremebeigen Garderobe und dem weißen Spiegel daneben. Beide hängen, statt auf dem Boden zu stehen, und genau das hält den schmalen Gang frei. Der Blick fällt nach unten auf den blauen Wollläufer, der die Laufzone markiert und Schmutz von draußen abfängt, bevor er in die Wohnung wandert. Ein Flurspiegel an dieser Stelle macht den Raum optisch tiefer und gibt der knappen Fläche Luft.
Rechts steht die Massivholz-Bank, auf der man sitzt und Schuhe wechselt. Darunter und im weißen Schuhschrank daneben verschwinden die Paare, sodass der Boden sichtbar bleibt. Wer wenig Platz hat, kombiniert offene Schuhbänke mit einem geschlossenen Schrank, damit nicht alles offen liegt. Die warmen Holztöne der Bank brechen das viele Weiß und nehmen dem Flur das Klinische.
Das Konzept ruht auf wenigen Stücken, die jeweils eine Aufgabe haben. Nichts steht doppelt, nichts blockiert den Weg. Für Jacken, die täglich gebraucht werden, reichen ein paar Garderobenhaken an der Wand, während Mäntel im Schrank bleiben. Helle Flächen und schlanke Beine ergeben zusammen mit dem warmen Wollläufer den ruhigen, nordischen Eindruck.