Die meisten Enttäuschungen beim Schuhschrank entstehen nicht durch schlechte Möbel, sondern durch eine Planung, die einen Faktor übersieht. Diese sechs Fehler tauchen immer wieder auf.
Die Flurtiefe nicht gemessen
Der Schrank wird nach Optik bestellt und blockiert dann den Durchgang oder die Wohnungstür. Messen Sie vor dem Kauf die freie Wandfläche und die Restbreite, die nach dem Aufstellen für den Durchgang bleibt.
Zu flach für die eigene Schuhgröße
Ein 22 Zentimeter tiefer Schrank sieht elegant aus, nimmt aber keinen Herrenschuh ab Größe 44 aufrecht auf. Gleichen Sie die Innentiefe mit Ihrer größten Schuhlänge ab, bevor Sie sich für ein besonders schmales Modell entscheiden.
Belüftung ignoriert
Wer oft mit nassen Schuhen heimkommt und trotzdem zum dicht geschlossenen Schrank greift, riskiert Geruch und auf Dauer Schimmel. Das Umweltbundesamt rät bei Möbeln allgemein zu guter Durchlüftung der Räume. Bei nassem Schuhwerk ist eine offene oder belüftete Front die sicherere Wahl.
Nennkapazität überschätzt
Die Paarangabe auf dem Etikett rechnet mit flachen Damenschuhen. Stiefel, Boots und hohe Sneaker brauchen mehr Höhe, sodass die reale Kapazität deutlich unter dem Versprechen liegt. Planen Sie einen Aufschlag ein und achten Sie auf verstellbare Böden.
Standsicherheit unterschätzt
Hohe, schlanke Schränke können bei geöffneten Klappen nach vorne kippen. Die Norm DIN EN 14749 prüft Möbel genau auf diese Standsicherheit. Schrauben Sie hohe Modelle mit der beiliegenden Sicherung an die Wand, gerade in Haushalten mit Kindern.
Aufbau allein unterschätzt
Ein 1,90 Meter hoher Turm mit acht Böden und zwei Packstücken lässt sich kaum allein sicher aufstellen. Planen Sie bei großen Modellen eine zweite Person und genug Zeit ein, statt die Rückwand unter Zeitdruck zu verziehen.