Der Raum liest sich von unten nach oben. Auf dem Boden liegt der Teppich in Taupe und fasst die Arbeitszone zusammen, ohne dass eine Wand nötig wäre. Kurzflorige Ware funktioniert dafür besser als hochflorige, weil der Bürostuhl darauf rollt und die Rollen sich nicht im Flor festfahren. Weitere Kurzflor-Teppiche stehen in der Übersicht.
Darüber steht der Schreibtisch. Sein Nussbaum-Furnier bestimmt die Grundtemperatur des Zimmers, und weil die Beine schräg stehen, bleibt der Blick auf den Teppich frei. Daneben schiebt sich der Rollcontainer unter die Platte, wenn er gerade nicht gebraucht wird. Wer mehr Stauraum braucht, stellt einen zweiten Rollcontainer fürs Büro in derselben Höhe daneben.
An der Wand hinter dem Schreibtisch steht das Bücherregal mit seinen versetzten Fächern. Die Walnussoptik nimmt den Tisch auf, die offene Bauweise verhindert, dass die Wand zu einem geschlossenen Block wird. Zwischen Regal und Tischkante sollten rund 80 cm frei bleiben, damit sich der Stuhl zurückschieben lässt, ohne anzustoßen. Vergleichbare Modelle stehen bei den Büroregalen in Nussbaum.
Der Farbakzent sitzt auf der Tischplatte. Die orange Pilzleuchte ist der einzige laute Gegenstand im Raum, und genau deshalb funktioniert sie. Ähnliche Formen finden sich unter den Tischleuchten im Mid-Century-Stil.
Die zweite Wand bleibt in diesem Konzept bewusst leer. Ein Stil, der von sichtbaren Beinen und offenen Flächen ausgeht, verliert seine Wirkung, sobald jede Wand zugestellt ist. Wer dort etwas hängen möchte, nimmt ein einzelnes großes Bild statt einer Gruppe kleiner Rahmen. Steht das Fenster in derselben Wand wie der Schreibtisch, lohnt es sich, den Tisch um 90 Grad zu drehen, damit das Licht seitlich einfällt und der Bildschirm nicht gegen die helle Scheibe steht.