Der Raum ordnet sich um eine niedrige Achse. Das Futonsofa endet bei 73 cm Rückenhöhe, deutlich unter einem gepolsterten Standardsofa, und der runde Couchtisch mit 50 cm Durchmesser bleibt klein genug, dass ringsum Teppich sichtbar bleibt. Diese freie Fläche muss man beim Möbelkauf aktiv einplanen, sonst ist sie nach dem dritten Teil weg.
An der einen Wand steht das Bücherregal mit 2,01 m Höhe und zieht den Blick nach oben, was die flache Sitzgruppe ausgleicht. Die beiden unteren Türen schließen weg, was nicht gezeigt werden soll. Andere Bücherregale aus Eiche folgen demselben Prinzip aus offener und geschlossener Zone.
Gegenüber läuft das Sideboard über 1,47 m niedrig an der Wand entlang. Es nimmt das Dekor Eiche Carmel des Regals auf, sodass die beiden Holztöne zusammenfallen statt zu konkurrieren. Vergleichbare Sideboards im Japandi-Stil setzen ebenfalls auf glatte Fronten ohne Griffe.
Der runde Wollteppich bindet Sofa und Tisch zusammen. Sein Zen-Garten-Muster steckt in der Hoch-Tief-Struktur und nicht in einem Farbdruck, weshalb der Boden ruhig bleibt. Ähnliche Wollteppiche im Japandi-Stil arbeiten mit demselben Kniff. Den Abschluss macht ein Raumteiler aus Bambus in der Zimmerecke, der Licht durchlässt und Blicke stoppt.
Der Sessel steht schräg zum Sofa und nicht frontal gegenüber. Diese Drehung öffnet die Sitzgruppe zum Fenster hin und hält den Weg zum Sideboard frei. Die Stehlampe mit Rattanschirm füllt die Lücke zwischen Sessel und Regal. Sie bringt Licht auf Lesehöhe, ohne dass eine zweite Deckenleuchte nötig wird.