Sitzinseln statt Sitzgruppe denken
Boho mag keine klassische U-förmige Sitzgruppe um den Couchtisch. Stattdessen drei Inseln im Raum verteilen. Hauptinsel am längsten Sofa-Wand, Lese-Insel am Fenster, Lounge-Insel in der entlegensten Ecke. Zwischen den Inseln bleiben 80 bis 120 Zentimeter Durchgang, sodass man sich frei bewegen kann, ohne an Möbeln vorbeizuzwängen.
Materialien mischen, Farben halten
Boho erlaubt und verlangt Materialmix: Cord am Sofa, Rattan am Sessel, Leinen am Leseecke-Chair, Mangoholz am Tisch, Messing an den Griffen. Die Farben bleiben hingegen eng. Maximal fünf Erdtöne über den gesamten Raum. Wenn eine Farbe nicht in die Palette passt, wird sie auch nicht in kleiner Dosis akzeptiert, weil Boho sonst in Ramschladen-Optik kippt.
Textilschichten als Finish
Ein grober Berber-Teppich (200 mal 300 cm) unter die Hauptinsel. Nicht nur unter den Couchtisch, sondern bis unter die Sofafüße. Drei Kissen auf dem Sofa in drei verschiedenen Erdtönen (nicht identisch, aber harmonisch). Eine Wolldecke in gedecktem Terrakotta über dem Sessel Reva. Wand-Wandbehänge statt Bilderrahmen: Makramee, Tuareg-Matten oder ein großes Trockenblumen-Arrangement. Pflanzen sind Pflicht: mindestens drei, ideal fünf verschiedene Arten, die in Terrakotta-Töpfen auf Rattan-Ständern stehen.