Glasdicke und Abbildung
Die Glasdicke entscheidet darüber, ob die Spiegelung wellenfrei bleibt. Erst ab 4 bis 5 mm liegt das Glas plan, dünnere 2 bis 3 mm starke Scheiben und Acrylplatten wölben sich bei größeren Formaten und erzeugen den Fischaugeneffekt, bei dem gerade Linien an den Rändern gebogen wirken. Wer sich rasiert oder schminkt, sollte deshalb auf mindestens 4 mm achten. Für reine Wanddeko in kleinem Format reicht auch dünneres Glas.
Sicherheitsglas und Splitterschutz
Geht ein Spiegel zu Bruch, entscheidet die Rückseite über das Verletzungsrisiko. Viele bessere Modelle tragen eine Splitterschutzfolie, die die Scherben im Bruchfall zusammenhält. Solche Folien orientieren sich an der Prüfnorm DIN EN 12600, echtes Verbund-Sicherheitsglas folgt der DIN EN 14449. In Haushalten mit Kindern und in Durchgangsbereichen ist eine splitterhemmende Ausführung den Aufpreis wert. Im Test tragen fast alle Modelle ab 40 Euro eine solche Membran.
Rahmenmaterial
Das Rahmenmaterial bestimmt, wo ein Spiegel hängen darf. Aluminium rostet nicht und quillt nicht, deshalb ist es im Bad und in feuchten Räumen die sichere Wahl. MDF und beschichtete Spanplatte sehen gut aus, reagieren aber empfindlich auf Dauerfeuchte und gehören in trockene Räume. Massivholz und Stahl mit Pulverbeschichtung stehen am oberen Ende, sie sind langlebig und lassen sich pflegen. Kunststoffrahmen schützen die Glaskante zwar, können aber mit der Zeit vergilben.
Größe und Einsatzort
Vor dem Kauf zählt der Stellplatz. Handspiegel und kleine Dekospiegel kosten wenige Euro, taugen aber nur für die Gesichtskontrolle. Ein Ganzkörperspiegel braucht mindestens 140 cm Höhe, damit die ganze Figur sichtbar ist. Große Formate lassen sich entweder fest verschrauben oder anlehnen, was vor allem für Mieter wichtig ist, die nicht bohren dürfen. Für eine Übersicht über die großen Wandformate hilft unser Wandspiegel-Kaufberater, für freistehende Modelle der Standspiegel-Kaufberater.
Montage und Befestigung
Das Gewicht entscheidet über die Befestigung. Leichte Spiegel hängen an einer Schnur oder einem Haken, schwere Modelle ab etwa 20 kg verlangen eine mechanische Verschraubung. Für die Wahl des Dübels zählt der Untergrund, dazu mehr im Abschnitt zu den häufigen Fehlern. Wer im Mietbad nicht bohren möchte, findet im Ratgeber Badzubehör ohne Bohren klebebasierte Alternativen.