Die meisten Fehlkäufe beim Schrankzubehör entstehen nicht im Schrank, sondern davor, weil ein Maß oder eine Eigenschaft übersehen wurde.
Der häufigste Fehler ist der Griff zu dicken Bügeln. Wer den vollen Kleiderschrank mit 2 cm starken Holzbügeln bestückt, verschenkt die Hälfte der Stange. Schlanke Bügel mit 0,5 cm bringen fast doppelt so viele Teile unter, ohne dass der Schrank wächst.
Zweitens wird die Traglast unterschätzt. Ein Samtbügel mit 4 kg Limit hält Hemden, aber kein nasses Wollmantel-Gewicht. Schwere Stücke verformen dünne Bügel mit der Zeit; für Mäntel gehören breite Holzleisten an die Stange.
Drittens landen Einlegeböden und Inneneinteilungen ungemessen im Warenkorb. Ein Wimex-Einsatz passt nur in Wimex-Schränke bestimmter Höhe, ein 42,8 cm breiter Boden nicht in eine 40-cm-Nische. Ein Zollstock vor der Bestellung spart die Rücksendung.
Viertens wird empfindlicher Stoff am falschen Bügel aufgehängt. Geriffelte oder rutschfeste Oberflächen halten zwar Blusen, können bei Seide und feiner Viskose aber Abdrücke hinterlassen. Für solche Stoffe eignen sich glatte, breite Auflagen besser.
Fünftens überlädt mancher die Spezialbügel. Ein Rockbügel mit vier Stangen trägt Röcke und leichte Hosen, schwere Jeansstapel quetschen die unteren Klammern. Wird die Klemme überlastet, rutscht das Kleidungsstück heraus.
Sechstens wird Holz im feuchten Raum gelagert. Massivholzbügel und furnierte Böden quellen in unbeheizten Keller- oder Badschränken auf, der Lack blättert. Wer dort lagert, greift zu Kunststoff oder beschichtetem Metall.